Themenwochen

7-Wochen ohne...

Von Aschermittwoch bis Samstag vor Ostern ist die Zeit, in der wir an Jesu Leiden und Sterben und an seinen Tod denken. Früher war diese Zeit eine Fastenzeit, die mit Vorschriften verbunden war, was Menschen essen durften und auf was sie verzichten sollten. Der Sonntag war dabei immer ausgenommen. Bewusst sollten sich die Menschen mit Jesus auf den Weg machen Jerusalem und zum Kreuz. Sie sollten innehalten und ihr Leben überdenken, der Verzicht sollte ihnen dabei helfen. Auch heute nutzen viele Menschen diese Zeit bis Ostern dazu auf etwas zu verzichten, was ihr Leben bestimmt. Sie versuchen 7

Wochen ohne wichtige Dinge zu leben. Sie versuchen sich an einem kleinen Selbstversuch:
"Wie wäre es, wenn ich nur einmal in der Woche Fleisch esse?"
"Wie wäre es, wenn ich handyfreie Zeiten in meinen Tag einbaue?"
"Wie wäre es, wenn ich 7 Wochen keine Schokolade nasche oder keinen Alkohol trinke?"
Mit Gewohnheiten brechen, mal etwas anders als gewohnt machen, das hilft, neue Sichtweisen gewinnen, das Leben etwas verrücken und aus dem Takt bringen. Und plötzlich ist Zeit da im Getriebe. Mit einem Mal kommen Dinge aus dem Takt. Da tun sich Risse auf im Erwartbaren und Überraschendes kommt zum Vorschein. Neue Sichtweisen tun sich auf. Andere Lebensweisen bieten sich an.
"7 Wochen Ohne" heißt die Fastenaktion der evangelischen Kirche und der Name ist Programm. Hier geht es nicht darum, was man weglässt in den Tagen vor Ostern, es geht ums "Ohne". Ich möchte Sie einladen, sieben Wochen auf etwas zu verzichten und damit in dieser Zeit etwas freizulegen und in Bewegung zu bringen. Dafür soll Raum sein. Gestalten Sie Ihr Leben "7 Wochen Ohne" und entdecken Sie die Fülle. Der Verzicht macht Appetit - auf das Leben.

Ihr Pfarrer Christof Weiss-Schautt
Anregungen finden Sie hier ( https://7wochenohne.evangelisch.de )